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Gewusst wie – mit dem Freistellungsauftrag mehr von Zinsen profitieren

FreistellungsauftragDas Meinungsforschungsinstitut forsa wurde von der Bank of Scotland beauftragt im Rahmen einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage das Spar- und Anlageverhalten der Deutschen zu analysieren. Besonders interessant ist das Thema „generelle Steuerfreiheit auf Zinserträge“. Veröffentlich wurde die Studie unter dem Titel: „Sparerkompass Deutschland“. Die Analyse wurde von Oktober bis Dezember 2012 durchgeführt. Die befragten Deutschen waren im Alter von 18 bis 69 Jahren. Die Studie fasst verschiedene Ergebnisse zu Fragen nach den Sparkenntnissen der Deutschen (Wie gut sind sie zum Thema Finanzen informiert? Welche Informationsquelle wird am häufigsten genutzt? etc.), ihrem Sparfleiß, den Zielen, dem allgemeinen Sparverhalten und den verschiedenen Sparkriterien zusammen. Diese wurden analysiert und schließlich ausgewertet mit dem Ergebnis: Steuerfreiheit für Zinserträge wird von vier Zehntel der deutschen Bundesbürgern gewollt. Dabei fordert fast die Hälfte den doppelten Sparerfreibetrag, wohingegen viele Deutsche, vor allem die jüngere Generation, diesen Auftrag bei ihrer Bank gar nicht erst einreichen und demnach ihre Steuerfreibeträge nicht nutzen. Kurz um: ihnen geht wahres Geld verloren. Das Ergebnis kann insgesamt wie folgt beschrieben werden:
  • 40 % der Deutschen wünschen sich Steuerfreiheit auf Zinserträge.
  • 35 % der Deutschen äußern sogar, dass nur sehr wohlhabende Steuerzahler, z. B. Millionäre, ihre Zinserträge höher versteuern müssten.
  • 49 % der Deutschen halten den vorgeschriebenen Steuerfreibetrag für zu niedrig.
  • 2 % der Deutschen geben an, dass ihnen der Freibetrag auf die zu zahlenden Steuern zu hoch sei.
  • 15 % der Deutschen und das sind vor allem die jüngeren im Alter von 18 bis 29 Jahren, erteilten ihrem Kreditunternehmen kein Freistellungsauftrag.
  • Letztendlich bleiben aber fast 42 % deutsche Bundesbürger übrig, die die Möglichkeit des Freistellungsauftrages sinnvoll nutzen, diesen sogar auf mehrere Banken aufsplitten.
Wer so viel spart wie wir Deutschen mit durchschnittlich 11 % des verfügbaren Einkommens, sollte sinnvoll sparen und mit gewissen Strategien betraut sein um diese erfolgreich zu nutzen, damit unnötige Steuerabzüge auf Ersparnisse und Geldanlagen vermieden werden können. Von allen Kapitalerträgen knapst der Fiskus sich 25 % Abgeltungssteuer ab, dazu kommen der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer. Dementsprechend gnädig meinte es das Bundesfinanzministerium mit Erlaub des Steuerfreibetrages. Dementsprechend steht eine jährliche Summe zur Verfügung, die nicht versteuert werden muss – der Sparerpauschbetrag. Diese Pauschale beträgt derzeit 801 Euro für Ledige und 1.602 Euro für Ehepaare. Damit jedoch keine Abzüge durch die Bank vorgenommen werden, muss der Freistellungsantrag bei der Bank bzw. Banken eingereicht werden. Dass ein solcher Freistellungsauftrag existiert und dieser lediglich bei der Bank ausgefüllt eingereicht werden muss, ja sogar bei mehreren Banken eingereicht werden kann, bei denen Einlagen liegen, ist vielen Anlegern nicht bewusst. Wenn Sie also zum ersten Mal von einem solchen Antrag hören, wenden Sie sich im nächsten Schritt bestenfalls sofort an ihre Bank bzw. nutzen Sie das Online-Portal des Bankunternehmens. Viele Kreditinstitute bieten auf den entsprechenden Homepages häufig die Möglichkeit solche Anträge kostenlos herunterzuladen. Das Verfahren ist demnach eigentlich ganz einfach.

Optimale Nutzung des Freistellungsauftrages     

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Vor allem achten Sie darauf, dass Sie den Freistellungsauftrag zeitig genug einreichen. Sollten Sie dies erst im Verlauf eines Kalenderjahres tun, gibt es die Steuern, die Sie schon zu viel gezahlt haben, erst über die Steuererklärung im darauffolgenden Jahr zurück. Bzgl. der Steuerfreistellung kann der Auftraggeber über das Jahr diesen anpassen, ändern oder gegebenenfalls widerrufen. Steuer spart der, der seinen Freibetrag sinnvoll verteilt, d.h. Beträge auf splittet. Dies gilt vor allem für Anleger, die ihre Gelder an verschiedene Kreditinstitute abgeführt haben.

Antragstellung

Gerade die Anleger, die nur geringe Einkünfte nachweisen wie Studenten, Rentner oder auch Kinder können bei ihrem zuständigen Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung (eine NV-Bescheinigung) beantragen. Diese rentiert sich, wenn trotz Einbeziehung aller jährlichen Kapitalerträge keine Steuer abgegolten werden muss, d. h. die Einkünfte die Steuerfreigrenze nicht überschreiten. Wer pfiffig ist, überträgt das Vermögen auf seine Kinder. Diese haben einen eigenen Grundfreibetrag von 9.273 Euro. Diese Regelung gilt aber nur, wenn ein Depotübertrag endgültig ist. D. h. für das Kreditunternehmen muss klar hervorgehen, dass das angesparte Geld sofort dem Kind zu zuwenden ist.

Worauf Sie als Sparer achten sollten

Formalitäten … Freistellungsanträge müssen bei den inländischen Banken eingereicht werden. Dieser Antrag gilt bis auf weiteres unbefristet bzw. kann vom Antragsteller widerrufen oder geändert werden. Meist können die entsprechenden Formulare online oder per Fax an das Bankunternehmen gesendet werden. Über den eMail-Weg ist dies allerdings nicht möglich. Ihre Daten werden schließlich von der Bank an das Bundeszentralamt für Steuern weitergeleitet, dann können auch die Finanzämter auf ihre Angaben zugreifen. Achtung! Ihre Bank darf für diesen Verwaltungsaufwand keine Gebühren einstreichen! Freistellungsaufträge ohne Steueridentifikationsnummer verlieren zum 1. Januar 2016 ihre Gültigkeit. Schon seit 2011 ist die Steuer-ID in Freistellungsaufträgen obligatorischer Inhalt. Ältere Freistellungsaufträge waren davon bislang befreit. Ab dem 1. Januar 2016 ist nun auch die Angabe der Steuer-ID für Altaufträge bindend. Wirkungslose Anträge … sind Freistellungsanträge für Kapitalerträge, welche aus betrieblichen Einnahmen hervorgehen. Z.B. ein Betriebs-Festgeldkonto, Erträge aus Verpachtung oder Vermietung oder auch aus Treuhandkonten. Für Gemeinschaftskonten … nichtehelicher Partnerschaften oder von Grundstücks- bzw. Wohngemeinschaften etc. sind Freistellungsaufträge nicht möglich. Für Konten dieser Art behalten es sich die Banken vor, Abgeltungssteuer abzuführen zzgl. dem Solidaritätszuschlag. Anteilige Zinserträge stehen den beteiligten Personen zu und werden auf diese aufgeteilt. Einzelpersonen müssen dies wiederum in ihrer Steuererklärung angeben. Betroffene Personen sollten bei der zuständigen Bank nach einer Steuerbescheinigung nach administrativ geregeltem Muster fragen. Clevere Verteilung … Der Sparerpauschbetrag kann bei einer Bank in vollem Maße ausgeschöpft werden aber ebenso ist eine Verteilung möglich. Je nach entsprechender Höhe des gestellten Freistellungsantrages, berechnen die Banken nur für die darüber hinausgehenden Beträge eine Abgeltungssteuer sowie den Solidaritätszuschlag. Wenn Sie noch mehr Fragen zum Thema Steuerfreibeträge bzw. Freistellungsauftrag haben, hilft Ihnen gerne auch unser Ratgeber weiter. In diesem finden Sie zahlreiche informative Beiträge zum Thema.  
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