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Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken haben als erste Kreditinstitute erkannt, wie wichtig es ist, den Kunden das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Dazu gründeten sie 1934 – der Zeit der Deutschen Bank- und der Weltwirtschaftskrise – das weltweit erste Sicherungssystem, das komplett privat finanziert wird. Diese Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hat bis heute Bestand und zeichnet für die Einlagensicherung der angeschlossenen Banken verantwortlich. Da der Gesetzgeber das Sicherungssystem im Sinne des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes anerkennt, gilt die Sonderregelung, laut der Banken mit institutssichernder Einrichtung keiner gesetzlichen Entschädigungseinrichtung angehören müssen. Gewährleistet wird der Schutz der Anleger bei den Volks- und Raiffeisenbanken über einen Garantiefonds, in den die angeschlossenen Institute einzahlen, und den so genannten Garantieverbund, der über die abstrakten Zahlungsverpflichtungen der Bank gespeist wird. Beide Fonds gehören zum Vermögen des BVR und stellen in Verbindung mit der Bonität des gesamten Finanzverbundes die Sicherheit der Einlagen sicher. Das System greift bereits, wenn sich bei einzelnen Instituten erste Fehlentwicklungen abzeichnen. Für den Fall, dass die Bank nicht selbst wieder auf Kurs kommt, werden Sanierungsmaßnahmen eingeleitet. Sie dienen in einem ersten Schritt dem Institutsschutz und sorgen gleichermaßen für den Schutz der Kundeneinlagen. Ist diese Hilfe nicht ausreichend, werden in einem zweiten Schritt die Anleger entschädigt. Bislang hat noch kein Kunde einen Verlust erleiden oder eine der Mitgliedsbanken Insolvenz anmelden müssen.

Sicherungsgrenze

Die Einlagensicherung der Volksbanken und Raiffeisenbanken kennt nur eine Zahl: 100 Prozent. Eine Begrenzung nach oben ist in den Statuten des BVR nicht vorgesehen. Geschützt werden Termineinlagen, Sparbriefe, Spareinlagen, Sichteinlagen und ausgegebene Inhaberschuldverschreibungen von Nichtbanken-Kunden.

Mitgliedsinstitute

  • Volksbanken
  • Raiffeisenbanken
  • Spar- und Darlehenskassen
  • PSD-Banken
  • Sparda-Banken
  • kirchliche Kreditgenossenschaften
  • genossenschaftliche Zentralbanken
  • genossenschaftliche Hypothekenbanken
  • Spezialinstitute des FinanzVerbundes
  • Bausparkasse Schwäbisch Hall

Kontakt

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR) Hauptgeschäftsstelle Schellingstraße 4 10785 Berlin Telefon: (030) 2021 – 0 Telefax: (030) 2021 – 1900 Heussallee 5 53113 Bonn Postfach 12 04 40 53046 Bonn Telefon: (0228) 509 – 0 Telefax: (0228) 509 – 201 http://www.bvr.de

Frage & Antworten

Dr. Axel von Wietersheim fragte am 18.03.2020 um 8:10:45

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Kunde bei der Volksbank. Meine Frage: Meine Frau Dr. Annegret von Wietersheim und ich unterhalten bei der Volksbank ein Gemeinschaftskonto. Wie hoch ist die Obergrenze der Einlagensicherung? Für eine umgehende Antwort schon vorab besten Dank, Axel von Wietersheim

  1. Redaktion antwortete am 27.03.2020 um 9:33:49

    In Deutschland gilt eine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde. Führt ein Ehepaar ein Gemeinschaftskonto, sind die Einlagen darauf bis insgesamt 200.000 Euro geschützt, sofern kein weiteres Konto bei der Bank besteht. Speziell für Volksbanken und Raiffeisenbanken gilt: Der Garantiefonds des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) schützt Einlagen praktisch in unbegrenzter Höhe.

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