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Festgeld oder Tagesgeld?

Sparer stehen oft vor der Entscheidung, wie sie ihr Geld nun anlegen möchten. Soll es eine möglichst sichere Anlageart sein, kommen Tagesgeld und Festgeld gleichermaßen in Frage. Doch wie – und vor allem für was – sollen sich Sparer eigentlich entscheiden? Als Entscheidungshilfe hilft es, die Vor- und Nachteile von Tagesgeld und Festgeld aufzulisten.

Vorteile von Tagesgeld

Die Vorteile des Sparens auf einem Tagesgeldkonto liegen auf der Hand: Das Geld ist jederzeit und kurzfristig verfügbar. Es gibt keinen monatlichen Verfügungsrahmen und ebenso gibt es beim Tagesgeld auch keine Kündigungsfrist. Dennoch sind die Ersparnisse bis zur Höhe der Einlagensicherung (100.000 Euro pro Kunde) sicher angelegt. Damit ist das Tagesgeld am besten geeignet für all jene, die kurzfristig Geld anlegen – und dennoch, zumindest bei einem der Spitzenanbieter im Tagesgeld-Ranking, solide Zinsen erhalten können. Die Zinssätze sind indes derzeit eher niedrig.

Vorteil von Festgeld

Die Zinsen für Festgeldkonten liegen bei den Spitzenanbietern in diesem Bereich mitunter höher als die aktuellen Tagesgeldzinsen. Das bedeutet, wer sein Geld auf einem Festgeldkonto anliegt, der bekommt solide Zinsen für sein Erspartes und eine gute Absicherung bis zur Höhe der jeweiligen Einlagensicherung. Die gesetzliche Einlagensicherung liegt ebenfalls bei 100.000 Euro.

Nachteil von Tagesgeld

Der Vorteil des Festgeldkontos ist zugleich der Nachteil des Tagesgeldkontos: Für die fest befristete Anlage gibt es höhere Zinsen als für das Sparen mit dem jederzeit verfügbaren Tagesgeld.

Nachteil Festgeld

Zwar gibt es beim Festgeld bei den Spitzenanbietern vergleichsweise höhere Zinsen als bei einem Tagesgeldkonto. Dafür ist das Geld auf einem Festgeldkonto jedoch über einen bestimmten Zeitraum fest angelegt und kann vorab entweder gar nicht oder nur mit einem sehr deutlichen Abschlag bei den Zinsen vorzeitig verfügt werden.

Lange Laufzeiten vs. Verfügbarkeit

Festgeld wird mit zunehmender Laufzeit immer attraktiver. Das liegt schlichtweg an der längeren (Kapital-)Bindung. Der Kunde verzichtet darauf, frei über sein Guthaben verfügen zu können, und stellt es der Bank für x Jahre bzw. Monate zur Verfügung. Ausgeglichen wird dieser Mangel an Flexibilität mit höheren Zinsen. Kurzum: Banken belohnen die Bereitschaft, sich längerfristig vom Geld zu trennen.

Dahinter steht ein gewisser Eigennutz. Denn Banken kalkulieren ihre Festgeldzinsen nicht aufs Geratewohl, sondern mit spitzem Bleistift. Sie orientieren sich daran, welchen Ertrag sie mit den Kundengeldern erzielen können. Je mehr Spielraum sie dabei haben, was nur bei langen Laufzeiten gewährleistet ist, desto besser stehen die Chancen auf einen hohen Gewinn. Ob das Geld nun in das Kreditgeschäft oder in Kapitalanlagen fließt, ist von Bank zu Bank unterschiedlich und abhängig von der jeweiligen Marktsituation. Für den Kunden ist letztlich nur wichtig, dass er mit langen Laufzeiten die höchsten Zinsen erzielen kann, dafür aber auch das Risiko eingeht, nicht unmittelbar auf Trends am Geldmarkt reagieren zu können.

Fazit

Ob nun Tagesgeld oder Festgeld kommt darauf an, was ein Sparer möchte. Sinnvoll ist meist, beides zu kombinieren, das bedeutet, den verfügbaren Teil auf einem Tagesgeldkonto anzulegen und Geld, welches in den kommenden Monaten oder Jahren nicht benötigt wird, auf einem höher verzinsten Festgeldkonto anzulegen.

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