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Ersparnisse der Kinder gehören nicht den Eltern

Für Kinder und Enkelkinder zu sparen, liegt bereits seit vielen Jahrzehnten im Trend in Deutschland. Das Volk der Sparer legt Geld für den Nachwuchs beiseite, ganz egal, wie hoch oder niedrig die Zinsen dafür auch sein mögen. Der Aufbau von Ersparnissen für Kinder ist eine gute Sache und für jeden zu empfehlen, der etwas beiseite legen kann. Aber: so manche Eltern bzw. Elternteile vergessen dabei im Laufe der Zeit, dass das Sparkonto und Sparbuch des Kindes zwar unter ihrer Vollmacht läuft, ihnen aber nicht selbst gehört.

Vollmacht über die Konten der Kinder

Ein Sparkonto für ein Kind ist schnell eröffnet. Dies war früher eine einfache Sache in der nächsten Sparkassen-Filiale oder bei der Volksbank. Heute geht es nicht weniger schnell, auch wenn verschiedene Direktbanken keine Konten und Sparbücher für Minderjährige eröffnen. Bei einem solchen Konto für den Aufbau von Ersparnissen für Kinder muss immer ein Erwachsener die Vollmacht über das Konto erhalten. Dies ist so vorgegeben, und eine seit Jahrzehnten in Deutschlands Geldinstituten bewährte Praxis.

Eine Vollmacht über das Konto der Kinder zu haben, bedeutet jedoch nicht zugleich, damit machen zu können, was die Eltern oder Großeltern wollen. Diese sind zwar Bevollmächtigte des Kontos, aber in Wirklichkeit dürfen sie, wenn das Konto unter dem Namen des Kindes läuft, nur verwalten. Das bedeutet: sie können Geld nur dann abheben, wenn es für die Kinder genutzt werden soll bzw. zum Nutzen des Kindes ist. Einfach vom Sparkonto die Ersparnisse der Kinder abzuheben und für eigene Zwecke zu verwenden, geht trotz der erteilten Vollmacht nicht.

Geld auf den Konten nicht das der Eltern

Die Ersparnisse liegen auf dem Sparbuch oder dem Sparkonto des Kindes, und wachsen Jahr für Jahr an. Die Großeltern machen Geldgeschenke, dazu kommt angespartes Taschengeld und verdientes Geld durch kleine Jobs der Heranwachsenden. Bei manchem Elternteil weckt dies im Laufe der Zeit Begehrlichkeiten, und so mancher ist dann versucht, sich ein Teil vom Kuchen zu holen, der da auf dem Kinderkonto liegt.

Aber: das Geld, das auf Konten liegt, die unter dem Namen der Kinder laufen, sind weder für Eltern noch für Großeltern angreifbar. Wie bereits oben geschrieben, ist der Zugriff der volljährigen Bevollmächtigten nur dann möglich, wenn die Ersparnisse zum Nutzen der Kinder verwendet werden, oder aber mit deren Einverständnis.

Für die einen oder anderen Eltern mag dies nur schwer verständlich sein, haben sie doch „eigentlich“ eine Vollmacht, jederzeit Geld von dem Konto abzuheben. Diese gilt jedoch nicht, um im eigenen Nutzen und unter eigener Willkür zu handeln. Wollen die Kinder dann ihre von den Eltern nicht berechtigt genutzten Ersparnisse zurück, müssen die Eltern (oder Großeltern etc.), dieses Geld an die Kinder zurückzahlen.

Eltern sind nur Verwalter des Geldes

Wenn Eltern oder Großeltern im Namen ihrer Kinder oder Enkelkinder ein Sparkonto oder ein Sparbuch für ein Kind eröffnen, erhalten sie eine Vollmacht über das Konto. Im Normalfall bedeutet eine solche Bevollmächtigung, dass das Geld auf dem Konto beliebig abgehoben werden kann. Dies gilt jedoch nicht, wenn ein solches Sparkonto bzw. Sparbuch auf den Namen eines Kindes eröffnet und mit dessen Wissen geführt wird.

Hierbei gilt: nur das Kind, für den das Konto eröffnet wurde, hat auch die Berechtigung, über die Ersparnisse darauf zu verfügen. Die Eltern sind dann nur Verwalter des darauf befindlichen Geldes, und können davon auch nur dann Geld abheben, wenn das Kind das Einverständnis dazu gegeben hat. Oder wenn das Geld zum Nutzen des kontoführenden Kindes verwendet wird.

Die Eltern können damit nicht einfach ein Sparkonto für ihr Kind eröffnen, darauf die Geldgeschenke aus der Verwandtschaft und dem Umfeld einsammeln, und es dann für ihre eigenen Zwecke verwenden. Dies wäre zwar dann eine einfache Sache für die Eltern, um sich damit zu bereichern. Aber es wäre nicht rechtmäßig, da das Geld dem Kind gehört und nur von den Erziehungsberechtigten bzw. Eltern verwaltet werden darf. Ein Zugriff auf das Kinderkonto ohne das Wissen des Kindes selbst, und ohne dessen Einverständnis, obwohl das Kind von dem Sparkonto oder Sparbuch weiß, ist damit eine Sache, die am Ende sogar vor Gericht landen könnte.

Klares Urteil zu den Ersparnissen von Kindern

Im Jahr 2010 wurde ein Urteil hinsichtlich der Ersparnisse von Kindern gesprochen. Unter dem AZ: 33 S 9/10 traf das Landgericht Coburg die richterliche Entscheidung, dass das Geld seiner Tochter, dass ein Vater von ihrem Sparbuch abgehoben hatte, an diese zurückgezahlt werden musste.

Im Berufungsverfahren zu einem bereits vom Amtsgericht Kronach (Az.: 1 C 339/09) zu Gunsten der klagenden Tochter gegen ihren beklagten Vater gesprochen Urteils kamen die Richter zu einem klaren Fazit. "Nur weil die Bank an denjenigen auszahlen muss, der im Besitz des Sparbuchs ist, heißt das nicht, dass der Besitzer immer frei über das Geld verfügen kann.", heißt es dort. Das Urteil des Landgerichts Coburg ist rechtskräftig und kann zugleich als maßgeblich gesehen werden für ähnlich gelagerte Fälle. In denen Eltern Geld vom Sparkonto ihrer Kinder abheben wollen, ohne dass diese ihr Einverständnis gegeben haben, oder das Geld zum Nutzen der Kinder verwendet wurde.

Vollmacht endet mit Erreichen der Volljährigkeit

Wenn über ein Bankkonto eine Vollmacht vereinbart wird für eine Person, die nicht der Kontoinhaber selbst ist. Erlischt diese erst dann, wenn entweder die Vollmacht aufgehoben wird seitens des Kontoinhabers, oder aber mit dem Tod des Bevollmächtigten für das Konto. Bei Kinderkonten, die mit dem Wissen der Kinder geführt werden, sieht dies anders aus.

Hier erlischt die Vollmacht über das Sparkonto oder das Sparbuch nicht erst dann, wenn diese aufgehoben wird, sondern in dem Moment, in dem das betreffende Kind die Volljährigkeit erreicht hat. Die Kontovollmacht für die Eltern oder Großeltern läuft dann automatisch aus, und für das Konto ist nur noch das Kind selbst zugriffsberechtigt. Es sei denn natürlich, die Vollmacht für das Konto wird nach Erreichen des 18. Lebensjahres eigenständig verlängert von seitens des Kindes aus.

Das heißt: die Eltern haben nicht automatisch weiter eine Vollmacht über das Sparkonto ihres Kindes, da diese ausläuft und nur auf Betreiben des Kindes selbst weiter verlängert werden kann. Dies ist ein klares Statement des Gesetzgebers, dass die Eltern nur Verwalter des Geldes ihrer Kinder sein dürfen, nicht aber die Nutznießer aus eigenen Stücken.

Verfügungsrecht gilt nur bei Unwissenheit der Kinder!

Der genannte Fall ist klar: wenn Kinder ein Sparkonto oder Sparbuch besitzen, haben die Eltern eine Vollmacht, dürfen aber nicht einfach über das Geld verfügen, so wie es ihnen passt. Hier sind die Eltern nur Verwalter des Geldes, nicht aber Nutznießer.

Anders sieht es aus, wenn ein Kinderkonto ohne das Wissen der Kinder selbst eröffnet wurde. Über das auf diesem Konto angelegte Geld kann der Kontoinhaber dann je nach Wunsch und Willen verfügen, es ist sein Geld, er ist letztendlich derjenige, der das Verfügungsrecht für das Konto hat.

Damit ist die Regelung auch klar: wird ein Sparkonto oder Sparbuch mit Wissen des Kindes eröffnet, fungieren die Eltern nur als Verwalter des Geldes, und dürfen dieses nur zum Nutzen des Kindes verwenden. Wird ein Sparkonto (oder Sparbuch) ohne das Wissen des Kindes eröffnet, kann der kontoführende Erwachsene frei über das Geld verfügen, da es so nicht dem Kind selbst zugeeignet ist. Das Kind hat damit aus rechtlicher Sicht keinen Anspruch auf Rückzahlung des Geldes, wenn der Kontoinhaber das Geld auf eigenen Wunsch abhebt und frei verwendet.

Zinseinnahmen von Konten der Kinder versteuern

Wie die Nutzung des Geldes, das auf Kinderkonten angelegt ist, unterschiedlich geregelt ist, je nach Wissen oder Unwissenheit des Kindes. Gilt Ähnliches für die Steuerpflicht solcher Sparkonten und Sparbücher von Minderjährigen.

Ist das Konto offiziell unter dem Namen des Kindes geführt, kann dieses selbst die für die Steuer geltenden Freibeträge geltend machen. Die Einnahmen aus den Zinsen der Ersparnisse des Kindes bleiben dann im Rahmen der gesetzlichen Regelung steuerfrei, zumindest bis zum Freibetrag von derzeit 802 Euro jährlich.

Läuft das Konto für das Kind hingegen auf den Namen des Verwandten, egal ob Eltern, Großeltern, Tanten und Co., stehen diese zugleich auch in der Pflicht, das Versteuern der Zinsen vorzunehmen. Dies sollte von demjenigen, der das Konto eröffnet, unbedingt beachtet werden. Damit nicht unnötig Geld verloren geht, nur weil Abgeltungssteuer auf die Erträge aus den Zinseinnahmen der Konten der Kinder gezahlt werden müssen.

Fazit

Für Kinder zu sparen, ob mit deren Wissen oder ohne, ist eine gute Sache. Selbst in den Zeiten niedriger Zinsen können so Ersparnisse für die eigenen Kinder, oder die verwandten Kinder, aufgebaut werden. Zahlreiche Banken und Sparkassen bieten verschiedene Möglichkeiten für das Eröffnen eines Kinderkontos an.

Für ein Kind bedeutet ein solches Kinderkonto ein schönes Geschenk, mit dem es später viel wird anfangen können. Gerade wenn es an die Zeit des Führerschein machen geht, oder wenn zur Volljährigkeit der Schritt aus dem Elternhaus in die erste eigene Bleibe ansteht. Weiterführende Informationen zu Kinderkonten, auf dem für Kinder Geld angespart werden kann, in unseren Vergleichen.

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Frage & Antworten

Marina fragte am 20.07.2018 um 10:01:53

Guten Tag, ich bin eine Oma und habe kurz nach der Geburt meines Enkelkindes einen Sparvertrag für den Enkel abgeschlossen. Seine Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind, mussten mit unterschreiben. Der Vertrag läuft auf den Namen des Enkels. Ich bin nach wie vor, bis zum heutigen Tage, der Einzahler. Nun ist die aktuelle Situation so, dass mein Sohn den Kontakt zu uns in Gänze abgebrochen hat. Auch der Enkel, mittlerweile 13 Jahre alt, hat keinen Kontakt mehr zu uns. Ich würde gern wissen, welche Handhaben es gibt, diesen Vertrag aufzulösen. Es macht für uns keinen Sinn, noch weitere 5 Jahre unter diesen Umständen zu sparen. Kann ich alles rückgängig machen? Ich bedanke mich im Voraus für Informationen, die mir weiterhelfen könnten. Nette Grüße

  1. Redaktion antwortete am 20.07.2018 um 14:31:49

    Es gibt verschiedene Arten von Sparverträgen, etwa Sparbriefe und Ratensparverträge. In der Regel gibt es eine vorher festgelegte Laufzeit und sie lassen sich nicht vorzeitig kündigen. Wenn Geld auf den Namen des Kindes angelegt wurde, ist das angesparte Geld zudem das Geld des Kindes und es darf nicht frei darüber verfügt werden.

Elisa Aisch fragte am 21.06.2018 um 13:36:48

Eine Freundin von mir hat ein Sparbuch (was auf ihrem Namen läuft. Ihre Oma hat es für sie eröffnet) Ihre Mutter ist die Verwalterin dieses Sparbuches und nimmt davon Geld ab um sich damit was zu kaufen ohne ihre Tochter zu fragen. Ich wollte fragen ob die Mutter das darf.

  1. Redaktion antwortete am 26.06.2018 um 7:19:00

    Wenn das Sparbuch auf den Namen des Kindes läuft, sind Entnahmen durch die Eltern für deren eigenen Bedarf natürlich nicht statthaft.

Herr S. fragte am 12.06.2018 um 8:26:20

Guten Tag! Die Großeltern (Eltern der Mutter) meines Sohnes schenkten ihm zur Geburt einen großen Geldbetrag (gedacht für spätere Ausbildung). Dieses Geld haben meine Ex-Frau und ich für unseren Sohn und auf seinen Namen angelegt. Nach 10 Jahren (wir waren inzwischen getrennt und geschieden) hat sie sich das Geschenk und die Zinsen vom Konto unseres Sohnes überwiesen und angeblich ihren Eltern \"wieder gegeben\" zur weiteren Anlage und Sicherung vor mir. Um genau diesem vorzubeugen, hatte ich bereits weit davor die Änderung des Konto meines Sohnes zum UND-Konto vorgeschlagen. Darauf hat sie nie reagiert. Eine Rückzahlung verweigert sie. Was kann ich nun tun, damit das Geld wieder auf das Konto meines Sohnes kommt? Kann ich bzw. ist es sinnvoll Strafanzeige stellen? Vielen Dank für Ihre Antwort.

  1. Redaktion antwortete am 6.07.2018 um 13:25:41

    Wir sind ein Vergleichsportal. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung geben dürfen.

Laika fragte am 29.05.2018 um 20:51:34

Hallo, mein Onkel hat für meine beiden minderjährigen Kinder ohne deren Wissen ein Aktiendepot auf deren jeweiligen Namen eingerichtet. Er ist alleiniger Bevollmächtigter dieser Depots. Ich bin die gesetzliche Vertreterin. Kann er alleine zu seinen Gunsten die Depots auflösen und sich das eingesetzte Geld und Rendite zurück überweisen ? Es liegt kein Härtefall aus seiner Seite vor. Oder können die noch minderjährigen Kinder diese Schenkungserklärung ablehnen ? Eine Schenkung wäre es wohl erst mit Auszahlung bzw. mit Erreichen der Volljährigkeit ? Bei Ablehnung würden sie dann jedoch von einem Depot erfahren . Ich möchte vermeiden, dass die Kinder sich gegenüber dem Onkel wegen dieses Depots verpflichtet fühlen, im Sinne von \"ich muss ihn im Alter pflegen.\" Können Minderjährige überhaupt eine Schenkung ablehnen ? Oder müsste/kann ich das als gesetzliche Vertreterin machen ? Oder muss hier ein Jugendgericht darüber entscheiden ? Die Kinder sind 11 und 16 Jahre alt. Vielen Dank für Ihre Antwort

  1. Redaktion antwortete am 4.06.2018 um 7:47:07

    Wenn die Depots auf die Namen der Kinder laufen, kann er diese nicht einfach auflösen und sich das Geld zurückholen. Auch hier gilt: geschenkt ist geschenkt. Die Ablehnung kann nur durch Sie als gesetzliche Vertreterin ihrer minderjährigen Kinder erfolgen. Eine rechtlich verbindliche Auskunft kann Ihnen aber nur ein Anwalt geben. Wir dürfen hier online keine Rechtsberatung betreiben.

Nici fragte am 5.05.2018 um 12:59:30

Zur Situation: Trennung der Eltern vor knapp 10 Jahren, Kinder wohnen bei mir (Mutter). Ich habe alleiniges Sorgerecht. Umgang mit Vater 14tägig das Wochenende + gemeinsamer Urlaub. Darf der Vater (kein Sorgerecht) sich an dem Ersparten der Kinder im Sparschwein bedienen. Meine Kinder berichteten mir schon mehrfach, dass ihnen Geld aus ihrem Ersparten aus dem Sparschwein (bei Papa) entnommen wurde. Bzw. Geld, welches sie von Bekannten bzw. Verwandten bekommen (wenn sie nicht bei mir sind) einfach durch den Vater in die Urlaubslasse (die für Vater/ Stiefnutter/ den 2 Halbgeschwistern und meinen Beiden Kindern existiert) gelegt wird. Kinder sind damit nicht einverstanden. Aktuell Berichte sie mir, dass sie gemeinsam mit ihren Vater einkaufen gehen wollten und etwas Geld aus ihrem Sparschwein nehmen wollten um sich etwas kleines zu kaufen, dass von den ca. 250€ nichts mehr in ihren Sparschwein war. Es macht mich sprachlos und traurig. Wie kann man sich an dem Geld der eigenen Kinder bedienen. Zumal die Kinder es nur zufällig gemerkt haben. Wie ist hier die Rechtslage? MFG Nici

  1. Redaktion antwortete am 28.05.2018 um 9:33:13

    Um es kurz zu machen: Geld in den Sparschweinen der Kinder gehört den Kindern. Der Vater darf sich also nicht einfach am Geld seiner Kinder bedienen.

Melanie fragte am 17.04.2018 um 13:07:42

Guten Tag, ich habe nach der Geburt meiner Tochter ein extra Girokonto (auf meinen Namen geführt) eingerichtet, auf das ich immer wieder mal Geld überwiesen habe, um etwas auf der hohen Kante zu haben, wenn mal besondere Ausgaben für das Kind anfallen. Ein paar Jahre später habe ich dieses Girokonto aufgelöst und das Geld auf mein Hauptgirokonto übertragen, um tatsächlich besondere Anschaffungen vorzunehmen. Mein Exmann hat nach der Trennung meinen Bankordner an sich genommen, so von der Transaktion erfahren und möchte mich heute (12 Jahre danach) zwingen, das Geld wieder herauszugeben und auf ein Sparbuch für die Tochter zu legen. Muss ich das Geld, obwohl es durch mich angespart war und nicht auf den Namen der Tochter, sondern auf meinen Namen lief, heute tatsächlich unserem Kind zurückzahlen? Ich habe in der Zwischenzeit ein neues Girokonto (wieder auf meinen Namen) für das Kind eröffnet, auf dem sogar eine größere Summe als die strittige liegt, das ich ihr bei Volljährigkeit zur Verfügung stellen möchte. Mein Exmann möchte die Angelegenheit sogar nutzen, um mir die Vermögenssorge aberkennen zu lassen. Danke für Ihre Beantwortung. Gruß, J

  1. Redaktion antwortete am 28.05.2018 um 9:00:28

    Wenn das Girokonto auf Ihren Namen lief, dann handelt es sich unserer Ansicht nach nicht um Schenkungen an ihre Tochter und damit sollte auch kein Anspruch seitens Ihres Ex-Mannes auf Rückzahlung des von dort entnommenen Geldes bestehen. Anders wäre es, wenn das Girokonto auf den Namen ihrer Tochter laufen würde und Sie nur die Kontovollmacht hätten. Dann wäre dorthin überwiesenes Geld als Schenkung anzusehen.

Sven F fragte am 8.08.2017 um 17:11:24

Hallo. Meine damalige Lebensgefährtin und ich haben 2013 für unsere Neugeborene Tochter ein Konto eröffnet, welches wir mit 2500 Euro von mir nur dazu nutzen wollten, den Sonderzinssatz der ersten drei Monate auszunutzen. Kurz vor der Trennung 2015 überwies ich mir die 2500 Euro (ohne Zinsen, die waren ja für unsere Tochter) wieder auf mein Konto zurück. Nun verklagt mich meine Ex, dass ich die 2500 Euro wieder zurück zahlen soll. Wie wird diese Angelegenheit hier gesehen? Muss ich zurück zahlen? Danke, Gruß, Sven

  1. Redaktion antwortete am 16.08.2017 um 9:48:00

    Wie wir bereits in unserem Ratgeber geschrieben haben: Geld, welches auf Konten liegt, die auf den Namen der Kinder eröffnet wurden, gehören auch den Kindern. Siehe dazu auch das im Text aufgeführte Urteil des Landgerichts Coburg, AZ: 33 S 9/10, laut dem ein Vater das vom Konto der Tochter abgehobene Geld wieder an selbige zurückzahlen musste.

Jutta fragte am 9.05.2017 um 8:41:24

Guten Tag, ich bin Vormünderin eines 16-jährigen Mädchens im Bereich der Vermögenssorge. Das für sie geltend gemachte Erbe möchte ich als Festgeld auf einem Festgeldkonto anlegen. In der Regel erfolgt die Eröffnung eines solchen Kontos über ein online-Portal. Bei telefonischen Voraberkundigungen wurde mir gesagt, ich dürfe als Vormünderin für das (Noch-)Kind kein Festgeldkonto anlegen. Dieses Recht bliebe den Eltern vorbehalten. Bei zwei Anlagen von je 100.000,00 € entsteht ein enormer Geldverlust für das Mündel. Gibt es keine Möglichkeit für mich zur Anlage des Geldes? (Festgeld). Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus. Viele Grüße Jutta

  1. Redaktion antwortete am 29.05.2017 um 15:22:48

    Nicht jede Bank bietet die Eröffnung von Sparkonten für betreute Personen an. Wir haben auf unserem Schwesterportal https://www.tagesgeldvergleich.net/rechner/festgeldrechner.html unter "Weitere Filter" einen Filter "für betreute Personen" eingebaut, der Ihnen alle uns bekannten Festgeldangebote auflistet, die auch für betreute Personen eröffnet werden können.

Alexander fragte am 27.03.2017 um 21:50:45

Hallo, vielen Dank für diesen informativen Artikel! Können Eltern das angesparte Geld (auf den Namen des Kindes) kurz vor Erreichen der Volljährigkeit in ein festverzinsliches Wertpapier mit einer langen Laufzeit anlegen, um den Zugang zu dem Geld zu verwähren?

  1. Redaktion antwortete am 12.04.2017 um 12:47:10

    Bitte beachten Sie, dass wir ein Vergleichsportal sind und keine Rechtsberatung durchführen können und dürfen. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, das Geld eines Kindes über ein Minderjährigen-Depot in Wertpapiere anzulegen. Auch hier gilt jedoch, die Vollmacht der Eltern endet mit der Volljährigkeit. Dann ist es Sache des Kindes, was es mit dem Ersparten macht.

Monika Olk fragte am 17.12.2016 um 17:53:07

Hallo, mein Mann und ich haben nach der Geburt unsere Sohnes, im Jahr 82 ein Sparbuch angelegt. Wir haben einen Dauerauftrag bei der Bank eingerichtet.Jetzt wollten wir im nächsten Jahr unserem Sohn und unserer Schwiegertochter das Geld zur Hochzeit schenken. Im letzten Jahr hat die Bank das Sparbuch in ein Konto (Tagesgeldkonto) umgewandelt, mit der Begründungen, es gäbe bald keine Sparbücher mehr. Nun Wollten wir das Geld von der Bank abheben und das Konto auflösen, aber leider geht das nicht ohne Vollmacht meines Sohnes. Da mein Sohn weiter weg wohnt und es schwierig wird, gemeinsam zur Bank zu gehen, möchte ich gerne wissen, ob es ausreicht, eine schriftliche Vollmacht, mit Unterschrift meines Sohnes bei der Bank vorzulegen. Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort Mfg M. Olk

  1. Redaktion antwortete am 21.12.2016 um 9:27:24

    Mit einer Bankvollmacht Ihres Sohnes können Sie auch das Tagesgeldkonto auflösen. Das entsprechende Formular kann Ihnen Ihre Bank sicher zur Verfügung stellen.

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