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Aufbewahrungsfristen von Unterlagen bei Privathaushalten

Sicher stapeln sich auch in Ihren Schränken Ordner mit alten Unterlagen, wie Rechnungen, Korrespondenzen mit Versicherungen, Ämtern, Händlern oder Handwerkern. Diese sollten keinesfalls leichtfertig entsorgt werden. Doch wie lange müssen Privatpersonen diese Papiere aufbewahren?

Zwar gibt es, anders als für Geschäftsunterlagen, keine gesetzlich verankerten Aufbewahrungsfristen, um unnötigen Ärger zu vermeiden, sollten allerdings auch Privatpersonen bestimmte Fristen einhalten. Grundsätzlich gilt, dass alle Unterlagen mindestens solange im Ordner verbleiben, bis die Angelegenheit erledigt ist bzw. die Laufzeit (z.B. Darlehensvertrag, etc.) abgelaufen ist. Einige Dokumente, wie Geburts- und Heiratsurkunde, Zeugnisse, Pässe, Führerschein sowie Unterlagen rund um den Erwerb von Wohneigentum sollten nie entsorgt werden. Bei besonders wichtigen Dokumenten macht es Sinn, diese in Kopie getrennt von den Originalen aufzubewahren.

Was Sie behalten sollten und mit welchen Unterlagen Sie Ihren Reißwolf „füttern“ können, lässt sich der nachfolgenden Auflistung entnehmen:

Art der Unterlagen

Aufbewahrungsdauer

Handwerkerrechnungen ggf. zur Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen
Kassenzettel, Rechnungen, Kaufverträge: Aufbewahrung bis zum Ablauf aller Ansprüche (Gewährleistung, Garantie, etc) – für die Hausratversicherung empfiehlt es sich, die Kaufnachweise wertvoller Gegenständen noch weiter aufzubewahren.

2 Jahre

Kontoauszüge
Arztrechnungen: Frist beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem die Behandlung abgeschlossen wurde
Rechtsanwaltsrechnungen: Frist beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem sie entstanden sind
Versicherungsunterlagen: Verträge, Änderungen, Statusberichte sind über die Laufzeit der Versicherung aufzubewahren – besser noch drei Jahre länger. Bezahlte Prämienrechnungen können entsorgt werden.
Wohnungs- und Mietverträge, Änderungen zum Mietvertrag sowie Übergabeprotokolle sollten nach Beendigung des Mietverhältnisses noch für drei Jahre aufbewahrt werden – bezahlte Nebenkostenabrechnungen können vernichtet werden
Kassenzettel, Rechnungen, Kaufverträge: bis zum Ablauf der Verjährungsansprüche

3 Jahre

Handwerkerrechnungen bei baulichen Veränderungen an Gebäuden ggf. zur Abwehr etwaiger Gewährleistungsansprüche oder bis zum Immobilienverkauf

5 Jahre

Steuerunterlagen: Gehaltsabrechnungen, steuerlich relevante Quittungen und Kaufverträge
Steuerrelevante Unterlagen bei vermieteten Grundstücken wegen Spekulationsfrist (§ 23 Abs. 1 EStG)

10 Jahre

Bankunterlagen: 30 Jahre oder nach Ablauf des Darlehens oder Sparvertrages

30 Jahre

Geburtsurkunde, Familienstammbuch, Taufschein
Heirats-, Scheidungs- und Sterbeurkunden von Familienangehörigen
Urteile, Vollstreckungsbescheide, Prozessakten
Führerschein, Reisepass, Personalausweis
Unterlagen für die Rentenabrechnung: Arbeitsverträge, Gehaltsabrechnungen, Sozialversicherungsunterlagen
Ausbildungsurkunden/-nachweise
Zeugnisse und Urkunden über Berufsabschlüsse
Vollmachten, Patientenverfügungen, Testamente
Private Darlehensverträge
Krankenversicherungsunterlagen
Ärztliche Gutachten, Befunde, Diagnosen, Röntgen-, MRT-, CT-Bilder
Rechnungen zum Haus- oder Wohnungskauf: vereinfacht die Wertermittlung der Immobilie

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