Trotz hoher Inflationsrate: Tagesgeld mit Rendite

Die Preise steigen in Deutschland. Nach dem Abflauen der Inflationsrate kommt es nun zu regelrechten Preissprüngen. Egal ob Kraftstoffe, Energie, Lebensmittel oder Kleidung, der Alltag wird immer teurer. Inzwischen liegt die Inflationsrate wieder bei 2,1 Prozent. Voraussichtliche Berechnungen, die einen Verbraucherpreisindex von 2,0 Prozent ergeben hatten für den August 2012, musste das Statistische Bundesamt nach Berechnung der tatsächlichen Werte nach oben korrigieren.

Die hohen Preise gehen den Bürgern an den Geldbeutel, und machen zugleich den Sparern das Leben noch schwerer. Mit einer solch hohen Inflationsrate werden die Zinsen für Tagesgeld noch magerer als bisher. Eine Realverzinsung gibt es nur noch bei wenigen Banken, selbst unter den aktuellen Topanbietern gibt es fast nur noch Tagesgeldkonten mit einer Verzinsung von 2,00 Prozent p.a. Da dieser Zinssatz jedoch unter der aktuellen Preissteigerungsrate liegt, kommt es zu einer Negativverzinsung. Man spart dann für die Katz, oder besser gesagt für die Bank. Selbst hat man hingegen nichts von den Zinsen.

Deshalb ist es wichtig, nicht nur auf die reinen Tagesgeldzinsen zu achten, sondern auch darauf, wie sich die Preise entwickeln. In Zeiten hoher Zinsen mögen sich 3,00 Prozent p.a. für ein Tagesgeldkonto vielleicht gut anhören, liegt die Inflationsrate dann jedoch bei 3,3 Prozent, wie es vor wenigen Jahren in den Sommermonaten der Fall war, dann gibt es trotz der vermeintlich hohen Sparzinsen nur eine negative Verzinsung für das Tagesgeldkonto.

Im Moment liegen die durchschnittlichen Tagesgeldzinsen deutlich unter der Marke von 2,00 Prozent. Wie Tagesgeldvergleich.net berechnet hat, liegen die Durchschnittszinsen im September 2012 bei nur noch 1,78 Prozent p.a. für eine Anlagesumme von 5.000 Euro. Bei einer Anlagesumme von 50.000 Euro gibt es gar nur noch eine durchschnittliche Verzinsung von 1,67 Prozent p.a. (Die gesamten Berechnungen der letzten Jahre finden Sie hier).

Diese Werte liegen damit deutlich unter der Inflationsrate von 2,1 Prozent. Für Sparer, die dennoch weiter ihr Geld als Tagesgeld anlegen möchten, stellt sich deshalb die Frage, wo und wie sie am besten ein Tagesgeldkonto eröffnen, um auch eine tatsächliche Verzinsung zu erhalten. Nur noch wenige Anbieter haben im Monat einen Tagesgeldzins, der über den Verbraucherpreisen angesiedelt ist. Auf der einen Seite ist dies MoneYou mit einer variablen Verzinsung von aktuell 2,35 Prozent, auf der anderen Seite bietet die GEFA Bank ab einer Mindesteinlage von 10.000 Euro eine auf sechs Monate garantierte Verzinsung von 2,25 Prozent an. Unseren aktuellen Tagesgeldrechner mit einem ausführlichen Überblick über die aktuellen Zinsen für Tagesgeldkonten finden Sie hier.

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