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Inflation im Juni 2010 nur noch bei 0,90 Prozent

Montag den 28.06.2010 Die Höhe der Zinsen sind oftmals das Wichtigste für einen Sparer, abgesehen von der Sicherheit und / oder dem Risiko der Anlageart. Eine weitere, oftmals völlig vernachlässigte, aber dennoch wichtige Bedeutung hat die Inflationsrate auf die Höhe der Zinsen. Nominalverzinsung ist der festgelegte Zinssatz Bei der Geldanlage kommt es auf den nominalen Zinssatz an und auf die reale Verzinsung. Die nominale Verzinsung ist dabei der Zinssatz, der von der Bank festgelegt wird, bei der das Geld angelegt wird, bspw. als Tagesgeld oder Festgeld. Der Nominalzins hört sich oft sehr gut an, sollte jedoch immer zugleich in Verbindung mit der Inflationsrate gesehen werden. Nominalzins und Inflationsrate = Realverzinsung Nur wenn der Nominalzins zusammen mit der Inflationsrate betrachtet wird, ergibt sich die tatsächliche Verzinsung einer Geldanlage, der so genannte Realzins. Wenn eine nominale Verzinsung hoch ist, die Inflationsrate jedoch auch, kann unter dem Strich trotz der hohen Nominalverzinsung doch eine schlechte tatsächliche Verzinsung herauskommen. Niedrige Inflationsrate begünstigt das Sparen Eine niedrige Inflationsrate, wie sie aktuell vom Statistischen Bundesamt gemeldet wurde, ist deshalb gut für Sparer. Durch sie steigt die Realverzinsung wieder an, da die Verteuerung im Juni dieses Jahres (nach vorläufigen Berechnungen von Destatis) bei nur 0,9 Prozent liegt.

Tagesgeldzinsen berechnen

Im Moment liegen zwar die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld weitestgehend auf einem niedrigen Niveau, wobei es hier auch Ausnahmen wie das Tagesgeld der Bank of Scotland oder das comdirect Tagesgeld gibt. Durch die niedrige Inflationsrate steigt jedoch die tatsächliche Verzinsung an. Der Sparer hat damit unter dem Strich mehr von seinen Zinsen als bspw. in einer Zeit, in der die Zinsen nominal zwar auf 3,00 Prozent und mehr liegen, die Inflationsrate aber weit mehr als zwei Prozent beträgt. Mit der heutigen Bekanntgabe der voraussichtlichen Verteuerungsrate für den Juni 2010 nahm das Statistische Bundesamt auch jenen Pessimisten den Wind aus den Segeln, die schon eine Hyperinflation kommen sahen. Ja, wir befinden uns in einer Finanzkrise durch die hohe Staatsverschuldung, auch in Ländern weit über die Euro Zone hinaus. Dennoch ist die Gefahr einer großen Inflation im Moment nicht gegeben, wie sich heute angesichts dieser durchaus guten Zahlen wieder zeigt.
 
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