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ABN AMRO stellt Moneyou ein

Donnerstag den 13.08.2020

Bei der ABN AMRO Bank in den Niederlanden wird demnächst kräftig um- und abgebaut. Das betrifft auch Sparer in Deutschland, da die Marke Moneyou komplett eingestellt wird – inklusive aller Angebote. Unter der Marke Moneyou bot die ABN AMRO Bank seit mehreren Jahren Tagesgelder, Festgelder, ein Girokonto sowie Fondsanlagen an. Im Laufe des Jahres 2021 ist damit Schluss.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Moneyou Plattform wird 2021 eingestellt
  • Service für Übergangszeit gesichert
  • ABN AMRO schließt Niederlassungen im Ausland

Keine Angebote für Neukunden mehr

Alle betroffenen Kunden will die Bank ab Oktober 2020 per E-Mail informieren. Angedacht ist eine Übergangszeit inklusive der bisherigen Service-Leistungen. Eine Eröffnung der Angebote durch Neukunden ist nicht mehr möglich.

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Quellen:

Als Grund für die Entscheidung, die Moneyou Plattform einzustellen, nannte die ABN AMRO Bank die seit langem niedrigen Zinsen an den Geld- bzw. Kapitalmärkten. Nach vorliegenden Wirtschaftsprognosen werde sich diese Situation auch nicht in absehbarer Zeit ändern. Für Moneyou, als Online-Anbieter mit Schwerpunkt auf Tages- und Festgeldern, schlechte Aussichten. Kurzum: Das Geschäft lohnt sich nicht mehr. Daher hat sich die ABN AMRO Bank N.V. entschieden, die Online-Marke Moneyou zu schließen.

Niederlassungen in den USA und Brasilien schließen

Die ABN AMRO kündigte ebenfalls an, sich kurzfristig aus der Handels- und Rohstofffinanzierung zurückzuziehen. In den kommenden drei bis vier Jahre werde die Bank diverse Niederlassungen in den USA, Australien, Asien sowie in Brasilien schließen. Rund 800 Arbeitsplätze fallen dadurch weg.

Die ABN AMRO Bank werde sich künftig auf die Niederlande und Nordwesteuropa konzentrieren und dort investieren bzw. wachsen, erklärte Bankchef Robert Swaak.

Im 2. Quartal verzeichnete die Bank einen Verlust von ca. fünf Millionen Euro. Damit fiel der Verlust zwar niedriger aus, als von vielen Analysten erwartet. Indes lag die ABN AMRO Bank zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr noch deutlich in der Gewinnzone (+693 Mio. Euro).

Weiterführender Link

[1] Kundenservice – Moneyou