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Geldvermögen – Wertpapiere

Wertpapiere

Das Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland besteht nicht nur aus den bekannten Spar- und Termineinlagen, sondern zu einem nicht unerheblichen Anteil aus Anlagen in Wertpapieren. Im Rahmen der Gesamtberechnung des deutschen Geldvermögens sind unter diesem Begriff allerdings nur Wertpapiere ohne Anteilsrechte aufgeführt. Jene teilen sich in eher kurzfristige Geldmarktpapiere, langfristige und festverzinsliche Wertpapiere sowie Finanzderivate.

Geldmarktpapiere

Geldmarktpapiere werden in der Regel zur kurzfristigen Beschaffung liquider Finanzmittel ausgegeben – meist von Banken, Versicherungen oder Staaten bzw. der öffentlichen Hand. Diese speziellen Anlagepapiere sind deshalb auch als Liquiditätstitel bekannt. Üblicherweise sind Geldmarktpapiere diskontierte (abgezinste) Schuldverschreibungen. Der Ertrag errechnet sich aus dem Nominalwert abzüglich des eingesetzten Kaufpreises. Dabei entspricht der Nominalwert dem am Ende der Laufzeit zurückbezahlten Geldbetrag. Relevante Geldmarktpapiere sind u. a. unverzinsliche Schatzanweisungen zur Finanzierung der öffentlichen Hand,  Schatzwechsel (Treasury Bills) zur kurzfristigen Darlehensaufnahme von Staaten oder Einlagenzertifikate (Certificates of Deposits), also von Banken emittierte Inhaberpapiere.

Anteil der Geldmarktpapiere am Geldvermögen deutscher Privathaushalte

Wie sich die Einlagen deutscher Privathaushalte in Geldmarktpapiere seit 1991 entwickelt haben, zeigt unsere nachfolgende Statistik:

Quelle: Bundesbank.de

Festverzinsliche Wertpapiere

Festverzinsliche Wertpapiere gelten als äußerst sichere und weitgehend risikolose Anlagen. Ähnlich wie Geldmarktpapiere werden sie häufig vom Staat, Banken oder Unternehmen ausgegeben. Grundsätzlich sind festverzinsliche Wertpapiere Schuldverschreibungen über bestimmte Laufzeiten, wobei der Käufer (Gläubiger) für das eigensetzte Kapital einen Anspruch auf Zahlung von Zinsen vom Emittenten (Schuldner) erwirbt. Der Zweck von festverzinslichen Wertpapieren liegt in der Kapitalbeschaffung für Investitionen, Liquiditätssicherung oder der Schuldentilgung. Es existiert eine Vielzahl an verschiedenen Varianten, z. B. Staatsanleihen, Obligationen, Rentenpapiere sowie Pfandbriefe.

Anteil festverzinslicher Wertpapiere am Geldvermögen deutscher Privathaushalte

Wie sich die Einlagen deutscher Privathaushalte in festverzinsliche Wertpapiere seit 1991 entwickelt haben, zeigt unsere nachfolgende Statistik:

Quelle: Bundesbank.de

Investmentzertifikate

Finanzderivate (kurz: Derivate) sind Finanzinstrumente, deren Preise sich an der Entwicklung bzw. der Erwartung anderer Investments ausrichten. Sie ermöglichen den Handel spezieller Risiken, losgelöst von den zugrunde liegenden Instrumenten. Zusammengefasst: Prinzipiell orientieren sie sich also an der Wertentwicklung von anderen Handelsgütern, Vermögensgegenständen oder spezifischen Referenzgrößen (bspw. Indices oder Zinssätzen). Die Einteilung von Finanzderivaten erfolgt klassischerweise in Termingeschäfte (bedingte bzw. unbedingte), Swaps (bilaterale Tauschvereinbarungen) und Zertifikate.

Anteil der Investmentzertifikate am Geldvermögen deutscher Privathaushalte

Wie sich die Einlagen deutscher Privathaushalte in Investmentzertifikate seit 1991 entwickelt haben, zeigt unsere nachfolgende Statistik:

Quelle: Bundesbank.de

Der Großteil der Anlagen von privaten Haushalten in diesem Bereich liegt laut der Finanzierungsrechnung der Deutschen Bundesbank inzwischen bei festverzinslichen Wertpapieren (> 98 % des Wertpapieranteils). Insgesamt sank der Anteil in den vergangenen Jahren allerdings leicht, wie unsere Statistik bestätigt.

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